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Ozon und Forschung

«Kritik komplett unfundiert»: Ärzte streiten über Luftverschmutzung

Über 100 Lungenärzte kritisieren in Deutschland die Grenzwerte für Stickoxid und Feinstaub als zu streng. Das sorgt in der Schweiz für Verunsicherung.

Mit solchen Messstationen wie hier in Genf wird die Schadstoffbelastung der Luft nachgewiesen. Foto: Martial Trezzini (Keystone)

In Deutschland tobt eine Debatte zu den Grenzwerten von Luftschadstoffen. Die Vorschriften für Feinstaub und Stickoxide, die insbesondere von Dieselfahrzeugen ausgestossen werden, seien viel zu restriktiv. Das steht in einer gemeinsamen Stellungnahme, die über 100 Lungenärzte unterschrieben haben.

Treibende Kraft ist der Pneumologe Dieter Köhler, der derzeit maximale mediale Aufmerksamkeit erhält. Seine Kritik: Die Schadstoffgrenzwerte beruhten auf einer mangelhaften wissenschaftlichen Basis, und Daten würden einseitig und fehlerhaft interpretiert. In den Zeitungsartikeln und am Fernsehen spricht der 70-jährige ehemalige Chefarzt von «völlig unsinnigen», ideologischen Grenzwerten. Gleichzeitig behauptet er, die Diskussion versachlichen zu wollen.

«Kritik komplett unfundiert»

Köhler hausiert schon länger mit seiner Kritik an den Schadstoffgrenzwerten. Im Sommer 2017 monierte er beispielsweise in der «Frankfurter Allgemeinen Zeitung» die Qualität von Luftverschmutzungsstudien. Seit seinem Auftritt am Mittwoch im Ersten Deutschen Fernsehen schwappt die von ihm angezettelte Diskussion auch in die Schweiz, wo die Grenzwerte für Stickoxide und Feinstaub noch tiefer sind als in Deutschland. [weiter]

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