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Alarmierend: Artensterben in Schweizer Seen

Felchen sind bislang beliebte Speisefische aus Schweizer Seen, doch ihr Bestand geht dramatisch zurück. Aber nicht nur die Felchen werden weniger, sondern auch andere Arten sind vom Aussterben bedroht. Warum so viele Schweizer Seen vom Artensterben betroffen sind, lesen Sie hier.

Durch Überdüngung sind die Fischbestände in Schweizer Seen zurück gegangen. Foto:© gandolf- Fotolia.com

Zwischen 1950 und 1990 wurden viele Schweizer Seen stark gedüngt.  Die Überdüngung führte in der Folge dazu, dass am Grund oder im tiefen Wasser zu wenig Sauerstoff vorhanden war, um vielen der Fischarten einen Lebensraum zu bieten. Denn um den Dünger am Grund zu lösen, bedarf es des Sauerstoffs aus dem Wasser, der den Fischen anschliessend fehlte.

Aufgrund der starken Einschränkung des Lebensraums und durch die Kreuzung mit anderen Arten als zuvor, sterben nun immer mehr der bisher bekannten Fischarten aus. Forscher bezeichnen diesen Prozess als «Umkehr der Artentstehung». Die Überdüngung der Schweizer Seen hat so die Zahl der einzigartigen einheimischen Fische innert weniger Jahrzehnte um rund 40 Prozent reduziert, wie eine aktuelle Studie der Eawag und der Universtität Bern zeigt. [weiter]

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