Wetterfroscher

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Wetterlexikon

Wie der Moor-Verlust das Klima anheizt

Moore zählen zu den bedeutendsten Kohlenstoffspeichern. Ihr Schwund setzt beträchtliche Mengen an Treibhausgasen frei. Das kann zu Konflikten führen – etwa mit der Landwirtschaft

Morgenstimmung im Grossen Moos bei Galmiz (FR). (Bild: Peter Studer / Keystone)

Obwohl Moore weltweit nur 3 Prozent der Landoberfläche bedecken, speichern sie mehr als ein Drittel des in den Böden angesammelten Kohlenstoffs. Eine zehn Zentimeter dicke Torfschicht enthält pro Fläche gleich viel Kohlenstoff wie die Baumstämme eines 100-jährigen Waldes. Doch die Kohlenstoffspeicher sind weltweit bedroht: Moore werden trockengelegt, damit nutzbares Land oder Torf als Brennstoff gewonnen werden kann.

Dabei kommt es durch den Kontakt mit Luft zum Abbau des über Jahrhunderte gebildeten Torfkörpers aus konservierten Pflanzenresten. Infolgedessen entweichen grosse Mengen an Kohlendioxid und Lachgas (N2O) in die Atmosphäre und tragen so zur globalen Erwärmung bei.

Moore als CO2-Quellen

Gemäss Schätzungen eines Berichts der Welternährungsorganisation der Uno und von Wetlands International gelangen so – Moorbrände mit eingerechnet – jährlich zwei bis über drei Milliarden Tonnen Kohlendioxid in die Atmosphäre. Das entspricht fast 6 Prozent der globalen durch den Menschen verursachten Emissionen. [weiter]

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