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Wetterlexikon

Evolution - Früher Schnee lässt Mäuse schrumpfen

Bei wilden Schneemäusen in der Nähe von Chur haben Forscher der Universität Zürich ein seltenes Beispiel für Evolution «in Aktion» beobachtet. Mehrere Jahre mit frühem Wintereinbruch änderten die Grösse der Tiere.

Schneemäuse leben meist in Höhen über 1000 Metern über Meer. (Bild: Dodoni (CC BY 3.0))

In Wildpopulationen sind laut der Universität Zürich bisher nur sehr selten Beispiele für aktuell laufende evolutionäre Anpassungen beschrieben worden. Einem Forschungsteam um Erik Postma sei eine solche Beobachtung jedoch bei der Erforschung von Schneemäusen (Chionomys nivalis) gelungen, teilte die Hochschule am Donnerstag mit.

Die Leichteren sind die Fitteren 

Die Wissenschafter untersuchten während rund zehn Jahren eine Schneemaus-Population bei Churwalden (GR) auf rund 2000 Metern Höhe. Dabei beobachteten sie, wie sich die Mäuse im Zuge weniger Generationen genetisch an frühe Wintereinbrüche anpassten. Davon berichten sie in der Fachzeitschrift «PLOS Biology». 

Die Richtung der Veränderung überraschte die Forscher allerdings: «Entgegen unseren Erwartungen wurden die untersuchten Tiere nicht etwa grösser. Die evolutionäre Adaption führte dazu, dass die Mäuse kleiner und leichter wurden», liess sich Postma in der Mitteilung zitieren. [weiter]

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