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Klima

Als es in Europa extrem kalt war

Die Winter zwischen 1430 und 1440 waren unverhältnismässig kalt. Sie brachten in Teilen Europas Missernten, steigende Nahrungsmittelpreise, Hunger, Krankheiten – und Pilzvergiftungen.

Forscher nehmen Proben in der Grotte de Milandre im Kanton Jura. (Bild: Adam Hasenfratz)

Die Winter in den Jahren 1430 bis 1440 waren in Nordwest- und in Mitteleuropa die vermutlich kältesten in der Zeit vom 14. bis zum 17. Jahrhundert. Das verursachte in jener Dekade einen ungewöhnlich grossen Notstand. Das ungünstige Wetter habe Missernten und Hungersnöte hervorgerufen und zum Entstehen von Epidemien beigetragen, berichtet eine Gruppe um Chantal Camenisch und Kathrin Keller vom Oeschger-Zentrum für Klimaforschung an der Universität Bern im Journal «Climate of the Past». Von den Folgen war auch die Schweiz betroffen. In Bern habe es zum Beispiel von August bis Weihnachten 1439 mehr als 1100 Todesfälle gegeben – und das bei einer Einwohnerzahl von 5000, erzählt die Historikerin Camenisch.

Für ihre Studie ermittelten die Forscher zunächst einmal, welche Witterung in jener Zeit herrschte. «Wir haben die verschiedensten Stellvertreterdaten angeschaut», sagt die Klimaforscherin Keller. So wurden zur Rekonstruktion der klimatischen Verhältnisse etwa Baumringe, Seesedimente oder Tropfsteine analysiert. Ausserdem werteten die Wissenschafter historische Dokumente aus. [weiter]