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Das Unterrichtsmodul für die Primarstufe. Online-Plattform für den angewandten
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Meteo Wissen

Als die Schweiz gegen die Sommerzeit stimmte und sie trotzdem kam

Die Einführung der Sommerzeit in der Schweiz ist ein Lehrstück über Emotionen im Wahlkampf, Sachzwänge und Volkswillen. Das Volk lehnt sie 1978 an der Urne ab. Drei Jahre später kommt sie trotzdem.

Um 2 Uhr morgens sollten die Uhren um eine Stunde vorgestellt werden. (Bild: Keystone)

«Die Schweizer ticken anders.» Diese Binsenweisheit, nach kontroversen Volksentscheiden oft und gerne von unseren europäischen Nachbarn zitiert, ist im Frühling 1980 Realität. In den umliegenden Ländern rückt der Zeiger in der Nacht auf den 6. April um eine Stunde vor. In der Schweiz geht er gemächlich seinen gewohnten Weg. Die Schweiz wird zur Zeitinsel – mitten in Europa. Die SBB fahren nach einem Notfahrplan, Kostenpunkt: 15 Millionen Franken. Viele Schweizer Betriebe arbeiten nach deutscher Zeit. Grenzgänger arbeiten in Sonderschichten. So will es das Stimmvolk, zwei Jahre zuvor hat es die Sommerzeit an der Urne verworfen. Bis heute wird die Sommerzeit von vielen eher erduldet als geliebt. Sie ist ihren Ruf als ein von Technokraten diktierter Unsinn nie ganz losgeworden.

Die Schweiz muss nachziehen

In der Schweiz bringt der Bundesrat die Sommerzeit im Jahr 1977 aufs politische Parkett. Nicht aus Musse: Er lanciert sein «Zeitgesetz» als Reaktion auf die Europäische Gemeinschaft. Diese scheint Ernst zu machen mit der schnellen Einführung einer einheitlichen Sommerzeit. Der Staatenverbund will dem Zeitenwirrwarr auf dem Kontinent endlich ein Ende setzen. [weiter]

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«Wetter ist subjektiv»

Gefühle, Atmosphäre, Nahrungsmittelkrisen: Ein Klimahistoriker sagt, was Sonnenschein, Wolken und Dauerregen alles bewirken können.

Der Nussbaumersee in Hüttwilen, 2008. Findet die Erderwärmung also doch nicht statt? «Da kann ich nur müde lächeln», sagt Klimahistoriker Christian Pfister. (Bild: Adrian Baer / NZZ)

Christian Pfister, reden wir übers Wetter. Warum beginnen viele Gespräche mit diesem Thema?

Wetter ist eine allgemeine Erfahrung, an die sich leicht anknüpfen lässt, gerade wenn man sich nicht gut kennt. Manchmal führt dieser Smalltalk zu weiteren Themen, manchmal auch nicht.

Kann man sich auch gehaltvoll übers Wetter unterhalten?

Natürlich. Man kann von Wetterphänomenen ausgehen und sich zum Beispiel fragen, inwieweit diese Phänomene durch den Klimawandel bedingt sind. Aber dann wird es sofort kompliziert.

Bleiben wir einen Moment bei den einfachen Fragen. Wir schimpfen bei Regen, wir wünschen uns weisse Weihnachten und sehnen uns jedes Jahr einen warmen, schönen Sommer herbei. Sind wir vom Wetter besessen? [weiter]